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18.05.2026

Spatenstich für neues Gerätehaus des Löschzuges 310 und Feuerwehr-Ausbildungszentrum in Duisburg-Hamborn

Heute wurde an der Walther-Rathenau-Straße 1a/1b in Duisburg-Hamborn der Spatenstich für das neue Gerätehaus des Löschzuges 310 Marxloh/Hamborn sowie der Feuerwehrschule gefeiert. Auf dem Gelände der ehemaligen Rhein-Ruhr-Halle entsteht ein leistungsfähiger Feuerwehrstandort mit Übungsturm, Schulungsräumen, Fahrzeughallen, Werkstätten sowie Sozial- und Fitnessbereichen. Mit einem Gesamtvolumen von rund 45,7 Millionen Euro zählt das Projekt zu den größten Feuerwehr-Bauvorhaben in Duisburg. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant. Mit der Durchführung der Maßnahme wurde die Duisburger Infrastrukturgesellschaft mbH (DIG) beauftragt.

Oberbürgermeister Sören Link betonte: „Praxis und Theorie Tür an Tür – was hier in Hamborn großflächig entsteht, ist ein Musterbeispiel für einen zukunftsfähigen Feuerwehrstandort und ein starkes Signal für den Duisburger Norden.“

Der Neubau ist ein zentraler Bestandteil des Brandschutzbedarfsplans der Stadt Duisburg. Ziel des Neubaus ist es, der Feuerwehr moderne und zukunftsfähige Räumlichkeiten bereitzustellen, die den Anforderungen des Einsatzbetriebs ebenso gerecht werden wie der Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften.

Der Gebäudekomplex umfasst insgesamt rund 10.545 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Davon entfallen rund 4.109 Quadratmeter auf das Gerätehaus des Löschzuges 310 und rund 6.436 Quadratmeter auf das Feuerwehr-Ausbildungszentrum. Neben Fahrzeughallen, Werkstätten und Verwaltungsflächen entstehen Aufenthalts- und Ruheräume, Umkleiden, Sanitärräume, Fitnessbereiche, Schulungs- und Seminarräume sowie eigene Bereiche für die Jugendfeuerwehr.

Ein zentrales Element des neuen Standortes ist der rund 28 Meter hohe Übungsturm mit acht Ebenen. Hier können Einsatzkräfte künftig realitätsnahe Szenarien trainieren – von der Menschenrettung bis zur Brandbekämpfung in komplexen Gebäudestrukturen.

„Die Freiwillige Feuerwehr arbeitet täglich bei vielen Einsätzen Hand in Hand mit der Berufsfeuerwehr. Dass wir hier heute den Baustart für einen Löschzug für die Freiwillige Feuerwehr und ein Schulungsgebäude für die Feuerwehr markieren, ist daher ein schönes Signal für die auch in Zukunft wichtige Zusammenarbeit zwischen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr. Hier schaffen wir optimale Bedingungen für ein gemeinsames, modernes und leistungsfähiges Arbeiten der Feuerwehr in Duisburg“, erklärte Martin Murrack, Feuerwehrdezernent, Stadtdirektor und Kämmerer der Stadt Duisburg.

Der Neubau wird in robuster Massivbauweise mit Mauerwerk und Stahlbetondecken errichtet. Die Fahrzeughallen entstehen als durchfahrbare Hallen mit klarer Trennung von Alarmhof und Zufahrten. Typische Elemente des Feuerwehralltags wie geschossübergreifende Rutschstangen sind fest eingeplant und ermöglichen schnelle Wege im Einsatzfall. Ergänzt wird der Standort durch großzügige Außenanlagen mit Übungsflächen, Sportbereich und einem separaten Alarm- und Stellplatzkonzept.

Auch konstruktiv setzt der Neubau auf Langlebigkeit und Effizienz: Verblendmauerwerk mit mineralischer Kerndämmung, Fassadenelemente mit integriertem Dämmkern sowie begrünte Dachflächen und Photovoltaik sorgen für eine energieeffiziente und langlebige Bauweise. „Nachhaltigkeit zeigt sich hier nicht nur in der Technik, sondern vor allem in der Konstruktion. Wir setzen auf robuste Materialien wie Klinker und Kalksandstein, die langfristig wenig Wartung erfordern und gleichzeitig für ein stabiles Raumklima sorgen. In Kombination mit Gründächern und Photovoltaik entsteht so ein Gebäude, das ökologisch und wirtschaftlich überzeugt“, sagte Björn Metzler, Geschäftsbereichsleiter Immobilien der Wirtschaftsbetriebe Duisburg.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch die Duisburger Infrastrukturgesellschaft in enger Abstimmung mit der Feuerwehr. Geschäftsführer Matthias Palapys ergänzte: „Wir entwickeln hier keinen Standardbau, sondern einen hochfunktionalen Standort. Die klare Trennung von Alarmhof und Übungsbereichen, durchdachte Wegeführungen sowie die Kombination aus Fahrzeughallen, Schulungsräumen und Übungsturm ermöglichen einen reibungslosen Ablauf – sowohl im Einsatz als auch in der Ausbildung. Genau diese Verzahnung macht das Projekt so besonders.“

Nach den Redebeiträgen erfolgte der offizielle Spatenstich als sichtbarer Startpunkt für die Bauphase.

Hochauflösendes Bildmaterial erhalten Sie unter dem folgenden Link:

https://wb-duisburg.canto.de/b/MHBCE

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